Mittwoch, 4. März 2009

Spermaportraits

Noch bis 16.3. ist im Schwulen Museum eine Ausstellung von Martin von Ostrowski, der sich selbst in seinen Bildern in Form von DNS verarbeitet: er malt Portraits mit Sperma.
Auf der Seite des Museums findet sich dazu folgender Textausschnitt, der vielleicht erste Fragen beantwortet oder aufwirft:

Das Sammeln des Materials erfolgt über lange Zeiträume und setzt den Willen des Porträtierten voraus, sich mit seiner Sexualität auseinanderzusetzen. Mit Benutzung eines Kondoms beim Sexualakt kann das Material leicht geborgen, und durch sofortiges Einfrieren für das spätere Malen konserviert werden.

Angeblich kann man die über 1.000 Orgasmen, die der Künstler erlebt hat, um diese Serie herzustellen, in der Ausstellung spüren, was schon verlockend genug ist. Leider verändert sich das Material mit der Zeit farblich, der Geruch in der Ausstellung wäre auch ein interessanter Aspekt.
Alles in allem klingt das recht abgefahren, leider bin ich erst jetzt auf die Ausstellung aufmerksam geworden (es gibt sie schon seit 18.12.), aber ich werde vermutlich noch hingehen.

PS: Auf der Homepage des Künstlers finden sich unter anderem so nette Dinge wie ein mit Scheiße gemaltes Portrait von Hitler...

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