Mittwoch, 30. Juli 2008

dramatic animals

Toll, nach dem dramatic chipmunk:



und dem dramatic lemur:



jetzt auch eine dramatic cat gefunden:



Ich liebe sie!

Freitag, 25. Juli 2008

nix für mich


Diese für mich kryptische Uhr soll ihren Betrachter offenbar ins Kindesalter zurückversetzen, als es noch anstrengend war, die Zeit zu lesen, weil das Ziffernblatt einfah nicht mit einem reden wollte. Sollte jemand die Uhr ohne Probleme und Zeitaufwand lesen können, möge er sich als Mathegenie fühlen, mir ist das jedenfalls suspekt. Als der Mensch, den ich kenne, der am wenigsten mit Zahlen umgehen, also auch nicht rechnen kann, käme so etwas für mich höchstens zu Zwecken der Wandverzierung in Betracht. Allerdings schätze ich den ästhetischen Wert mathematischer Rechenoperationen und -aufgaben nicht genug.
Sollte jemand (im Gegensatz zu mir) überprüfen können, ob die Rechnungen überhaupt auf die korrekte Zahl schließen lassen, fühle er sich dazu aufgefordert. Das würde mich durchaus interessieren.
via gizmodo

Samstag, 5. Juli 2008

Bananen

Eine weitere eher ungeschickte Produktplatzierung begegnete mir heute auf dem Wochenmarkt. Die philosophischen Fragestellungen könnten folgende sein:
Ist das Schild falsch oder sind es die "Bananen"?
Ist meine Wahrnehmung eine andere als die des Verkäufers, dem die Melonenstücke oder die Trauben oder beides in Kombination als Bananen erscheinen?
Wären die Bananen da, wenn man das Schild oft genug lesen würde?
Wäre das Schild auch da, wenn es keiner lesen würde?

TV 4 men

Bis vor kurzem blieb ich mit dem Wissen verschont, dass es TV-Zeitschriften gibt, die sich darauf spezialisieren, den vermuteten Fernsehgeschmack männlicher Artgenossen besonders gut zu treffen. Als wären die üblichen Fernsehhefte mit Klatsch und Tratsch über mehr oder weniger unbekannte "Stars" und lustigen TV-Rätseln nicht schon schlimm genug, bekommt Mann hier offenbar die schönsten Mitternachts-Softpornos und Sendungen mit besonders ansehnlichen Moderatorinnen - vermutlich vorzugsweise in Verbindung mit Fußball -, eben alles, wofür sich der echte Mann zu interessieren hat, rausgepickt und in einfach verständlicher Form unter die männliche Nase gerieben.
Mir kommen dabei mehrere Fragen in den Sinn.
1. Was für Männer kaufen so etwas und haben sie es schonmal mit einer wirklichen Frau zu tun gehabt?
2. Haben diese Dinger einen Selbstzerstörungsmechanismus, der ausgelöst wird, wenn eine Frau sie aufschlägt?
und die dritte und wohl gravierendste Frage:
Warum platziert dieser Kioskbetreiber das entsprechende Tittencover direkt neben dem Lustigen Taschenbuch, das wohl vorrangig für unschuldige Kinderaugen gedacht ist?

Donnerstag, 3. Juli 2008

obdachlose (?) Idioten sind lernfähig

Damit meine ich natürlich nicht alle Obdachlosen, schon allein, weil ich grundsätzlich nicht die Obdachlosigkeit aller ebensolcher anzweifle und erst recht nicht denke, dass sie zu mehr Idiotie neigen, als alle anderen.
Ich beziehe mich auf eine mehr oder minder kleine, sich immer wieder um einige Angehörige erweiternde und wieder schrumpfende Gruppe von Männern (ein Mal war eine junge Frau dabei), die hier permanent auf einem kleinen Stück Wiese neben dem S-Bahnhof lungern. Das an sich ist nicht verdammenswert und ihr gutes Recht. Weshalb ich ihnen einen Eintrag widme ist, dass ich in der unschönen Situation bin, in der Regel mehrfach täglich an ihnen vorbeizugehen, so ich denn nicht bereit bin, ihretwegen einen Umweg zu gehen, was nicht der Fall ist. Das Vorbeigehen wäre auch in Ordnung, wenn diese Herren, die die Bezeichnung "Penner" in Großbuchstaben und mit Ausrufezeichen redlich verdienen, sich wie andere auf manchen Wiesen sitzende, liegende und auch bettelnde (oder eher schnorrende) verhalten würden.
Bei dieser aggressiv anmutenden Gesellschaft wird man im Vorbeigehen gewahr, wie sie lustig auf der Wiese schlafen, morgens 9.40h die erste (oder letzte?) Bierflasche leeren, auf abgerissene Plakate scheißen, an die Plakatwand kotzen oder mehrere dieser Tätigkeiten gleichzeitig ausführen. Außerdem finden sie ihr Tun offenbar unterstützenswert, so dass einer von ihnen jedem Passanten einen Becher unter die Nase hält und meist in einem Ton, als wäre er bereit, im nächsten Moment eine Schlägerei anzufangen "Bisschen Kleingeld!" sagt, oder vielmehr bellt.
Zeigt diese charmante Anrede nicht die gewünschte Wirkung, wird man fleißig beschimpft, vorzugsweise, wenn der Zufall oder die Gene wollten, dass man als Frau auf die Welt kommt. Vermutlich soll das Beleidigen dazu führen, dass man beim nächsten Mal bereitwilliger sein Geld verschenkt, auf dass es den Gentlemen zu mehr Rauschmitteln gereiche. Vielleicht hoffen sie aber auch, dass jeder nur einmal an ihnen vorbeiläuft oder sie gehen davon aus, dass die Gehirne der Passanten genauso leistungsfähig sind wie ihre eigenen, so dass man bis zum nächsten Tag alles vergessen hat und dann auf die freundliche Bitte um einer lebensrettenden Spende anspringt.
Der Titel stellt fest, dass besagte Herren lernfähig sind. Das äußerte sich heute zum ersten Mal, als ich eben die Freude hatte, von ihnen wieder um Geld angeschnauzt zu werden. Statt der üblichen Beschimpfung auf Polnisch (woraus ich folgere, dass einige dieser charmanten Zeitgenossen aus dem polnischen Nachbarland stammen), die immerhin den Vorteil hatte, dass man außer "Kurwa" nichts verstand (zumindest ich nicht), kam ein schnelles, halblautes, ja beinahe überraschend schüchternes "Hure!".
Das macht nun auch die Vermutung zunichte, dass sie darauf bauen, die Vorbeigänger würden die Beschimpfungen aufgrund sprachlicher Barrieren nicht registrieren. Aber immerhin darf ich mir nun mehrmals täglich Beleidigungen in der hiesigen Landessprache um die Ohren werfen lassen. Vielleicht sollte ich darüber nachdenken, ihnen in meiner Muttersprache mitzuteilen, dass mir das nach mehreren Monaten gehörig auf die Nerven geht...